Die blaue Brücke


Die blaue Brücke
Roman

Softcover, ca. 464 Seiten
ISBN 978-3-912134-01-8
19,90 €

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Rückseitentext
Memelland, Ostpreußen: Die Kurische Nehrung in den Jahren 1913 bis 1945 – ein schmaler Sandstreifen zwischen Haff und Ostsee, wo das Licht in allen Blautönen schimmert und eine legendäre Künstlerkolonie, die Thomas Mann, Lovis Corinth, Max Pechstein und andere anzieht. Heta Blode und der Maler Ernst Mollenhauer gestalten diesen magischen Ort gemeinsam. Heta wird zur Seele der Kolonie, Ernst findet hier seine künstlerische Heimat. Ihre Beziehung ist geprägt von Liebe und Loyalität – und von dem unausgesprochenen Wissen, dass Ernstzweite Wahl ist. Doch die Zeit holt sie ein. Heta handelt – und Jahrzehnte später wird alles in Flammen aufgehen. Ein atmosphärischer Roman über Kunst, Liebe und Entscheidungen, die ein Leben prägen –und darüber, was verloren geht, wenn politische Gewalt Kulturlandschaften zerstört. Ein Verlust, der über Generationen nachwirkt.

Rezensionen


Rezension von Norbert Niemann, Bachmannpreisträger
Das Schöne an diesem Roman ist, wie es Ruth Gisela Gross gelingt, mit der fik:onalisierten Lebensgeschichte von Heta und Ernst Mollenhauer, dem expressionistischen Maler aus dem Umfeld der „Brücke“, nicht nur die LandschaI der Kurischen Nehrung zu evozieren, sondern auch wie beiläufig ein halbes Jahrhundert deutsche Kunst- und Kulturgeschichte zu erzählen.

Rezension von Martin Hielscher, Literaturwissenschaftler
Der neue Roman von Ruth G. Gross handelt, basierend auf wahren Begebenheiten, von einer vielen Prüfungen ausgesetzten Ehe und der allmählichen Befreiung einer Frau. Zeitlich zwischen 1913 und 1963 angesiedelt, erzählt das Buch, aus wechselnder Perspektive, die
Geschichte des expressionistischen Malers und Gastwirts Ernst Mollenhauer und seiner Frau Hedwig, genannt Heta. Dabei lässt die Geschichte in einer ebenso poetischen wie präzisen Sprache, kenntnisreich und fantasievoll, eine heute vergessene deutsche Kulturlandschaft mit ihren vielen berühmten Besuchern und Gästen und mit einer spektakulären Natur, die kurische Nehrung mit der Künstlerkolonie in Nidden – heute zu Litauen gehörend –, vor den Augen der Leserinnen erstehen. In einer Zeit voller Umbrüche und Katastrophen, familiärer Tragödien und Verstrickungen geht es um die Kunst, um das Überdauern und Überleben, um Zugehörigkeit, um Liebe und Freiheit.

Rezension von Dr. Bettna Best, Kunsthistorikerin, Verlagsfachwirtin
Ganz im Trend der Zeit um 1900, als die Landscha8smalerei die schönsten Gegenden Deutschlands für sich entdeckte, entstand auch in Nidden auf der Kurischen Nehrung eine Künstlerkolonie. Sie hätte „Die Blaue Brücke“ heißen sollen, wie der Titel von Ruth G. Gross
neuestem Roman lautet. Dann wäre sie namentlich den beiden wichtigsten Künstlervereinigungen des Expressionismus dem „Blauen Reiter“ (1912) und der „Brücke“ (1905) ebenbürtig. Einer der dort von 1919 bis 1945 lebte war der spätexpressionistische Maler Ernst Mollenhauer (1892 – 1963) mit seiner Frau Hedwig Blode (1891 – 1973). In der Kunsthistorie ist er zusammen mit der Künstlerszene des golden sandigen Halbmonds der kurischen Nehrung, der Brücke zwischen Litauen und Russland, leidlich erschlossen. In Hunderten von Bildern erzählte er die unendliche Geschichte der kleinen, in den Wind geduckten Fischerkaten, die er unermüdlich zu allen Tages- und Jahreszeiten, bei Sonne und bei Regen, bei aufrausender See und im heiteren Glanz des Sommers in glühenden Farben dargestellt hat. Menschen gibt es in seinen Bildern kaum - nicht einmal ein Porträt seiner Frau Hedi, wie Hedwig Mollenhauer genannt wurde. Auch die Recherchen der Autorin in Gesprächen und Archiven brachten über ihr Leben fast nichts an den Tag. Ruth G. Gross nahm dies zum Anlass ihren Roman Hedi, auch Heta genannt, zu widmen. Diese Frau war für Mollenhauer der Inbegriff seiner Liebe zur Natur, die glüht wie die Sonne in seinen Bildern.
Menschen stellt der Maler hingegen fast nur als gesichtslose Gestalten dar, schattenhaft wie die von Edvard Munch. Mit der Sonne, dem Meer und dem weiten Himmel verschmelzen sie zu seinem großen, kosmischen Liebesbekenntnis an die kurische Nehrung. Hedi steht für das, was bei der faktifizierenden Geschichtsschreibung durch das Raster fällt: das gärende Leben, der Nährboden aus dem die Kunstwerke geboren und geformt werden. Das Wenige, was Ernst Mollenhauer und seine Tochter Maja (die im Roman nicht vorkommt, Anm.d.Autorin) überliefern, sind zumeist Begegnungen mit den prominenten Besuchern in Nidden, von Max Pechstein bis Thomas Mann. Ihre Erzählungen dienen dem Roman als roter Faden. Mit Hedi erst lernt er das Leben auf dem „goldenen Halbmond“ kennen. Stimmungen werden lebendig und der Alltag, der Umgang und die Gespräche der Menschen in Nidden enkalten sich zu einem geradezu filmischen Szenario. Im Mittelpunkt aber steht Hedis fiktives Frauenschicksal. Von Kapitel zu Kapitel enthüllt die Psychologin Ruth G. Gross ihr Seelenleben und führt den Leser in raffinierten Wendungen zum überraschenden Ende.
Das schon im Titel „Die blaue Brücke“ anklingende Liebes- und Sehnsuchtsmotiv von Novalis‘ blauer Blume charakterisiert Blau als geheimnisvoll, undurchdringliche Tiefe, Ruhe und Melancholie. Ernst Mollenhauer legt die Autorin schon im ersten Viertel ihres Romans Worte in den Mund, die seine Zukunft als Blau erscheinen lassen: „‚Blau‘ bricht es aus mir heraus. Die Sanduhr tickt. Nichts sonst.“ Kandinsky versteht Blau als die Farbe des Geistigen und benennt nach ihr die Künstlergruppe des „Blauen Reiter“. Die schönste Beschreibung für Hedis Leben liefert die Künstlergruppe der „Brücke“, deren Name auf Nietzsche zurückgeht: „Das, was groß ist am Menschen ist, dass er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen das ist, dass er ein Übergang und ein Untergang ist“ (Zarathustra, Vorrede 4.)

Lesungen & Buchvorstellungen


Juni 2026

2252. MLb-Lesung – Ruth Gisela Gross

Herzliche Einladung zur 2252. MLb-Lesung – Ruth Gisela Gross

Freitag, den 12.06.2026 um 19:30 Uhr
Wo: Münchner Literaturbüro MLb, Milchstraße, 4 München

Mehr Infos unter:

https://muenchner-literaturbuero.de/veranstaltung/2252-mlb-lesung-ruth-gisela-gross


Mai 2026

Herzliche Einladung zur Buchvorstellung von
Ruth G. Gross: „Die blaue Brücke“


Dienstag, den 12.05.2026 um 19:30 Uhr
Wo:  Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b
Eintritt: 10 EUR / ermäßigt und für Mitglieder des FDA 8 EUR
Am 12. Mai stelle ich in der Seidlvilla in München meinen Roman Die blaue Brücke vor – und entführe Euch in eine Zeitreise zwischen 1913 und 1945 zu einer Künstlerkolonie auf der Kurischen Nehrung, eingebettet in eine Rahmenhandlung 1963 auf Sylt.


März 2026

Buchpräsentation 
am Stand des Freien Deutschen Autorenverbands

Buchpräsentation
am Stand des
Freien Deutschen Autorenverbands auf der Leipziger Buchmesse vom 19. bis 22. März 2026


Buchpräsentation 
am Stand des Vereins deutscher Schriftsteller:innen

Buchpräsentation
am Stand des
Vereins deutscher Schriftsteller:innen auf der Leipziger Buchmesse vom 19. bis 22. März 2026